Die Rolle der Frau aus islamischer Sicht

                       1. Frau und Religion

                       2. Frau und Gesellschaft

                       3. Frau und Ehe/ Familie

 

                                Frau und Religion

Mann und Frau  sind vor Allah absolut gleichwertig. Beiden obliegen die gleichen religiösen Pflichten und beide können auf die gleiche göttliche Belohnung hoffen.

Dies wird u.a. durch folgende Koranverse belegt:

Sura 16, Vers 97: "Dem, der recht handelt- ob Mann oder Frau- und gläubig ist, werden WIR gewiss ein gutes Leben gewähren; und WIR werden gewiss solchen  (Leuten) ihren Lohn nach der besten ihrer Taten bemessen."

Sura 33 , Vers 35: Wahrlich, die muslimischen Männer und die muslimischen Frauen, die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen, die wahrhaftigen Männer und die wahrhaftigen Frauen, die standhaften Männer und die standhaften Frauen, die demütigen Männer und die demütigen Frauen, die Männer, die Almosen geben, und die Frauen, die Almosen geben, die Männer, die fasten, und die Frauen, die fasten, die Männer die ihre Keuschheit wahren, und die Frauen, die ihre Keuschheit wahren, die Männer, die Allah häufig gedenken, und die Frauen , die Allah häufig gedenken, Allah hat ihnen allen Vergebung und  grossen Lohn bereitet.

Demzufolge ist es keineswegs so, dass - wie in gewissen Kreisen behauptet - Frauen niemals die gleiche religiöse Vollkommenheit erreichen könnten wie die Männer. Im Koran werden viele bedeutende und heilige Frauen erwähnt, wie z.B. die Mutter des Propheten  Isa (a. s.) -Maryam- , die Frau des Pharao - Asieh- oder die Frau des Propheten Ibrahim (a. s.) - Hajar.

Die Frau gilt im Islam auch nicht als Ursprung der Sünde. Es heisst nicht, dass Eva (Hawa) zuerst vom Satan verführt worden sei und dann selber Adam verführt habe. Beide wurden gemeinsam vom Satan verführt.

Sura 7, Vers 19: O Adam, weile du mit deiner Frau in dem Garten und esst, wovon immer ihr wollt, nur nähert euch nicht diesem Baume, sonst werdet ihr Ungerechte sein.

Sura7, Vers 21und 22: Und er ( der Satan) schwor ihnen: Gewiss, ich bin euch ein aufrichtiger Ratgeber. So verführte er sie durch Trug...

Die Ehe wird im Islam nicht als der Religiosität eines Menschen hinderlich angesehen. D.h. es gibt keine vorgeschriebene Ehelosigkeit, kein Zölibat o.ä. für besonders religiöse Menschen. Demzufolge wird auch die Sexualität nicht als verwerflich betrachtet. Im Gegenteil: die Ehe ist im Islam heilig. Das Alleinleben von Mann oder Frau ist gegen die Natur des Menschen.